Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg
Sie sind hier: HomeBest PracticeBeispiele

Frühe Prävention

 

„Damit der Start gelingt“

 
 
Kommune: 76133 Karlsruhe
 
Einwohnerzahl: 307.755 Einwohner
 
Träger/Kooperierende Akteure: Stadt Karlsruhe Jugendamt in Kooperation mit dem Gesundheitsamt, unter Beteiligung von u.a. das Diakonische Werk, der Sozialdienst katholischer Frauen, die AWO, die Paritätischen Sozialdienste, der Hebammenverband und zahlreiche weitere Träger
 

Die Stadt Karlsruhe möchte ein Zeichen setzen, dass Babys willkommen sind. Alle Eltern werden über Entlastungs- und Hilfeangebote informiert. Durch die Angebote der Frühen Prävention werden Schwangere und Eltern mit Kindern bis drei Jahren früh und bedarfsgerecht unterstützt werden.


Alle Schwangere und Eltern der Stadt Karlsruhe werden angesprochen und auf bestehende Angebote aufmerksam gemacht. Alle Eltern bekommen in der Geburtsklinik oder durch eine Nachsorgehebamme eine Begrüßungsmappe und einen Gutschein für ein Begrüßungsgeschenk. Eltern mit besonderen Bedürfnissen können vielfältige Unterstützungs-, Beratungs- und Hilfeangebote nutzen.

 

Angebote und UmsetzungsschritteBausteine des Angebots zur Frühen Prävention sind:

  • Begrüßungsmappe für alle frischgebackenen Karlsruher Eltern die in den Geburtskliniken ausgegeben werden oder von der Nachsorgehebamme im Rahmen eines Gesprächs überreicht wird
  • Gutschein für ein Begrüßungsgeschenk, ein Kaputzenhandtuch mit Karlsruhe-Logo
  • Insgesamt 16 Startpunkt-Familienzentren der Stadt Karlsruhe in 14 Stadtteilen
  • Einbindung des Landesprogrammes STÄRKE und enge Kooperation mit der Familienbildung
  • Familienhebammen
  • Fachteam "Frühe Kindheit"
  • Beratungsstelle Frühe Hilfen
  • Ärztinnen des Gesundheitsamtes
  • Familienentlastung durch das Projekt wellcome und Babysitterbörse

 

Die Fachleute besuchen regelmäßig die Startpunkt-Familienzentren, sodass eine niedrigschwellige medizinische und psychosoziale Beratung vor Ort in den Stadtteilen geboten wird. Gleichzeitig machen alle Fachleute auch Hausbesuche.

 

Ergebnisse und AuswirkungenDas Angebot wird sehr gut angenommen. Die jährliche Evaluation zeigt, dass die Zielgruppe der Familien in besonderen Lebenslagen überdurchschnittlich erreicht wird und gerne die Möglichkeit der Hausbesuche nutzen. Das Angebot erfährt gute öffentliche Resonanz und durch die Einbindung aller Träger ist es gelungen eine intensivierte Vernetzung zu erreichen. Jährliche Veranstaltungen zu jeweils aktuellen Themen wie z. B. Kinder von psychisch kranken Eltern oder Frühchen erweitern das Wissen und die Kompetenz aller Beteiligten. 2015 gewann die Frühe Prävention der Stadt Karlsruhe den 2. Preis beim Großen Präventionspreis.

 

Großer Koordinationsaufwand wegen des großen Netzwerks, der sich aber lohnt, da alle Beteiligten Akteure dadurch miteinander vernetzt sind und letztendlich so die Wege kürzer werden.

 

Besondere Rahmenbedingungen vor Ort

  • gute Öffentlichkeitsarbeit
  • Beteiligung von freien Trägern
  • gute Vernetzung mit allen Akteuren
  • interdisziplinär besetzte Lenkungsgruppe
  • regelmäßig stattfindende Arbeitskreise
  • gute Koordination
 
Kontakt
Jonas Nees
 
Zurück