Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg
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Projekt TAPs

 

Tübinger AnsprechPartnerInnen für Kinderarmut/ Kinderchancen

 
 
Kommune: 72070 Tübingen
 
Einwohnerzahl: 87.464 Einwohner
 
Träger/Kooperierende Akteure: Diakonisches Werk Tübingen in Kooperation mit Stadt Tübingen (Bündnis für Familie Tübingen und Runder Tisch Kinderarmut)
 
Startjahr: 2015
 

Das Ziel ist Angebote und Hilfen für Tübinger Familien mit geringem Einkommen bekannter und besser zugänglich zumachen. Anlass war dabei die Studie des Bündnis für Familie 2014 „Gute Chancen für alle Kinder – mit Familien aktiv gegen Kinderarmut“.

 

Angebote und UmsetzungsschritteAngebote:

  • TAPs sind dezentral für Familien in Tübingen ansprechbar
  • niedrigschwellige Vermittlung von Angeboten durch TAPs

Umsetzungsschritte:

  • Akquise, Einführung, persönliche Anbindung der TAPs
  • Sensibilisierung für Kinder-/ Familienarmut
  • Erarbeitung sowie Bereitstellung von Materialien für TAPs z.B. Aktualisierung der Hilfen-Übersicht
  • Netzwerkpflege
  • Ansprechbarkeit für TAPs, Familien, Kooperationspartner

 

Ergebnisse und AuswirkungenErgebnisse:

  • 109 TAPs in verschiedenen Bereichen: 54 in Kinderhäusern, 21 in Grundschulen, 2 in weiterführenden Schulen, 7 in der offenen Jugendarbeit, 4 in Familientreffs, 13 in Behörden, 2 in Sportvereinen, 3 in Kirchengemeinden und 3 andere
  • je ein einführendes Gespräch mit Übergabe des Materials und Besuch unserer TAPs-Einführungs-Veranstaltung und nach Bedarf von Austausch- oder Sensibilisierungs-Veranstaltungen

 

Auswirkungen:

  • Sensibilisierung für das Thema Kinderarmut in den verschiedenen Bereichen: Kinderhäuser, Schulen, Kirchengemeinden, Familientreffs, Jugendarbeit etc.
  • Eltern sind offener geworden, es gibt mehr Vier-Augen-Gespräche zum Thema
  • "Schamschwellen“ für Familien werden abgebaut, indem Strukturen gezielt verändert werden z.B. Finanzierung eines Gruppensatzes Matschhosen oder Gummistiefel aus dem Budget der Kinderhäuser oder Möglichkeit der Ermäßigung von Freizeiten
  • Familien werden auf Hilfen und Angebote aufmerksam, die sie davor nicht kannten z.B. Angebote mit der KinderCard, aus dem Bildungs- und Teilhabe-Paket, Mutter-Kind-Kur etc.
  • Information von/ über TAPs wirken präventiv: Familien, die kurzfristig in Geldnot geraten, wissen schon, an wen Sie sich wenden können/ fühlen sich nicht allein damit
  • Lücken in der Hilfen- und Angebotslandschaft werden sichtbar

 

FinanzierungDie Finanzierung bis Ende 2018 erfolgt durch die Stadt Tübingen und das Diakonisches Werk Tübingen. Bis Ende 2017 wird das Ministerium für Soziales und Integrtion Baden-Württemberg mitfinanzieren.

 

Besondere Rahmenbedingungen vor OrtDie Anlaufstelle TAPs als niedrigschwelliger Ort mit guter Vernetzung: mit im Haus ist die Familienbildungsstätte, Schuldenberatung, Jugendschuldenberatung, Eltern-Kind-Kurberatung, Sozial- und Lebensberatung, Jugendmigrationsdienst, Flüchtlingskoordination u.a..

 

InfomaterialFaltblatt Projekt TAPs

 
Kontakt
Elisabeth Stauber
 
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