Ministerium für Arbeit und Sozialordnung, Familie, Frauen und Senioren Baden-Württemberg
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Strategie

 

Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.

 

Die Strategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“ zur alters- und generationengerechten Quartiersentwicklung des Ministeriums für Soziales und Integration unterstützt Kommunen und Landkreise bei der Etablierung und Weiterentwicklung von Quartieren. Quartiere sind lebendige soziale Räume, in die Menschen sich einbringen, Verantwortung übernehmen und sich gegenseitig unterstützen. Die Grenzen eines Quartiers sind somit nicht klar fixiert. Vielmehr ist es ein persönlich-räumlicher Bezugsrahmen, mit dem sich die Menschen identifizieren – das kann beispielsweise ein Straßenzug, eine Nachbarschaft, ein Stadtteil oder ein ganzes Dorf sein.

 

Kurz gesagt: So unterschiedlich wie die Kommunen in Baden-Württemberg, so vielfältig sind auch die Quartiersansätze. Und diese Vielfalt will das Sozial- und Integrationsministerium mit der neuen Landesstrategie sichtbar machen und unterstützen.

 
 
 

Alle Kommunen können profitieren

Die Entwicklung und Umsetzung der Strategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“ ist ein fortlaufender Prozess, in den die Kommunen von Beginn an einbezogen werden. Neben der Beteiligung von Akteuren aus Politik, Wissenschaft und Zivilgesellschaft fließen insbesondere Anregungen aus dem Ideenwettbewerb in unsere Landesstrategie ein. Die Bewerbungen zeigen, dass sich die Kommunen bei der Gestaltung zukunftsfähiger Dorf- und Stadtquartiere auf die Bereiche Beratung und Prozessbegleitung, generationenübergreifendes Wohnen, Begegnungsorte, Pflegeinfrastruktur, Beteiligungsformate, Quartierskoordination sowie Mobilitäts- und Versorgungskonzepte konzentrieren und sich hierfür Unterstützung wünschen.

 

Diese Bedarfe werden in der Strategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“ berücksichtigt, von der ab 2018 alle Kommunen in Baden-Württemberg bei der Quartiersentwicklung profitieren können. Ein wesentlicher Baustein der Landesstrategie ist es, flächendeckende Beratungs- und Unterstützungsstrukturen im Bereich Quartiersentwicklung aufzubauen und das gemeinsame kommunale Lernen sowie den Erfahrungsaustausch zwischen den Kommunen zu unterstützen. Daneben sollen Qualifizierungsangebote zum Thema Quartierskoordination entwickelt und perspektivisch finanzielle Anreize für Quartiersprojekte gesetzt werden. 

Die Kommune als Motor des Prozesses

Um den demografischen und sozialen Herausforderungen zu begegnen, benötigen wir neue Strukturen des Zusammenlebens. Quartiersansätze stellen eine Möglichkeit dar, das Leben im Alter und das Zusammenleben der Generationen neu zu organisieren. Ziel der Quartiersentwicklung ist es, den sozialen Lebensraum vor Ort zu stärken und eine hohe Lebensqualität sowie Teilhabe zu ermöglichen. Es geht darum, Gemeinschaft jenseits familiärer Strukturen dort erlebbar zu machen, wo sie entsteht: in den Nachbarschaften, Stadtvierteln, Dörfern und Gemeinden. Quartiersentwicklung ist in einem ganzheitlichen Sinne zu verstehen: Dazu gehören bedarfsgerechte Wohn- und Nahversorgungsangebote und eine wohnortnahe Beratung genauso wie Begegnungsorte, eine tragende soziale Infrastruktur, eine gesundheitsförderliche Umgebung und ein wertschätzendes, von bürgerschaftlichem Engagement getragenes gesellschaftliches Umfeld.

 

Wichtig für eine langfristige Quartiersentwicklung ist der gemeinsame Wille der kommunalen Entscheidungsträger, der Bürgerschaft und der lokalen Schlüsselakteure. Hierzu bedarf es verlässlicher, professioneller Strukturen und einer engagierten Kommune, der als „Motor im Sozialraum“ eine wichtige Koordinierungsfunktion zukommt. Wichtige lokale Partner der federführenden Kommune in diesem Prozess sind z.B. bürgerschaftliche Initiativen, Verbände der freien Wohlfahrtspflege, Kirchen, Ärzte, lokale Wirtschaft, ÖPNV, Sozialunternehmen etc.

Begleitgruppe zur Landesstrategie

Die Entwicklung und Umsetzung der Strategie „Quartier 2020 – Gemeinsam.Gestalten.“ ist ein lernender, auf mehrere Jahre angelegter Prozess. Wie auch beim erfolgreichen Ideenwettbewerb gilt es dabei, die Erfahrungen unterschiedlicher Akteure aus der Quartierspraxis in den Prozess einzubinden. Um dies zu gewährleisten und die Vernetzung der Akteure zu fördern, hat das Ministerium für Soziales und Integration eine Begleitgruppe zur Landesstrategie unter Vorsitz von Frau Staatssekretärin Bärbl Mielich MdL eingerichtet. Diese besteht aus Expertinnen und Experten aus dem kommunalen Umfeld, der Wissenschaft, der Zivilgesellschaft und der Landesverwaltung. Die Begleitgruppe erfüllt eine beratende Funktion bei der Umsetzung der Strategie, gibt Impulse für die Weiterentwicklung und fördert die Vernetzung sowie den Dialog zum Thema Quartiersentwicklung auf Landesebene.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

1. Sitzung der Begleitgruppe am 11.06.2018 in Stuttgart

Quelle: „Ministerium für Soziales und Integration Baden-Württemberg“